Stundenverrechnungssatz-Rechner: was deine Stunde kosten muss
Kostenloser Rechner · aktualisiert am 21.10.2026
Was muss eine Stunde kosten, damit am Jahresende etwas übrig bleibt? Trage die Lohnkosten je Mitarbeiter, die produktiven Stunden, die Gemeinkosten und deinen Gewinnaufschlag ein – der Rechner zeigt dir Selbstkosten und Verrechnungssatz je Stunde. Vorbelegt ist das Beispiel aus dem Ratgeber Stundenverrechnungssatz berechnen, der die ganze Kalkulation erklärt. Hier steht, wie du an die beiden Zahlen kommst, an denen es meist hakt: produktive Stunden und Lohnkosten.
Stundenverrechnungssatz berechnen
Lohnkosten je Mitarbeiter und Jahr (€)
mit Arbeitgeberanteilen, bezahlter Urlaub inklusive
Produktive Stunden je Jahr
ohne Urlaub, Krankheit, Fahrt-, Rüst- und Bürozeiten
Gemeinkosten je Mitarbeiter und Jahr (€)
Fahrzeug, Werkzeug, Versicherung, Büro, Telefon …
Gewinnaufschlag (%)
Umsatzsteuer (%)
0 bei Kleinunternehmer
Lohn je produktiver Stunde
40,00 €
Gemeinkosten je Stunde
15,00 €
Selbstkosten je Stunde
55,00 €
Verrechnungssatz netto
66,00 €
inklusive 19 % Umsatzsteuer
78,54 €
Unter den Selbstkosten arbeitest du mit Verlust. Die Vorbelegung ist das Beispiel aus dem Text, keine Empfehlung – deine Zahlen stehen in der Buchhaltung.
So rechnet der Stundensatz-Rechner
Lohnkosten im Jahr geteilt durch die produktiven Stunden ergibt den Lohn je verkaufter Stunde. Die Gemeinkosten teilst du genauso auf. Beides zusammen sind deine Selbstkosten – darunter arbeitest du mit Verlust. Auf die Selbstkosten kommt der Gewinnaufschlag, und das ist dein Verrechnungssatz netto.
Bezahlt wird ein Mitarbeiter für rund 2.080 Stunden im Jahr. Verkaufen kannst du davon nur einen Teil: Urlaub, Feiertage und Krankheit gehen ab, und von der Anwesenheit gehen noch Fahrt-, Rüst-, Aufräum- und Bürozeiten weg.
Beispiel: Vollzeit mit 40 Stunden je Woche, 30 Tage Urlaub
Posten
Rechnung
Stunden
Bezahlte Stunden
52 Wochen × 40 h
2.080
Urlaub
30 Tage × 8 h
− 240
Feiertage
10 Tage × 8 h
− 80
Krankheit
10 Tage × 8 h
− 80
Anwesenheit
1.680
Fahrt, Rüsten, Büro
20 % der Anwesenheit
− 336
Produktive Stunden
1.344
Mit den Zahlen aus der Tabelle bleiben rund 1.340 verrechenbare Stunden; die Vorbelegung des Rechners rechnet vorsichtig mit 1.300. Feiertage hängen vom Bundesland ab, und den Anteil der unproduktiven Zeit kennst du am besten aus deinen Stundenzetteln.
Lohnkosten richtig ansetzen
In den Rechner gehören nicht der Bruttolohn, sondern die vollen Kosten des Mitarbeiters: Bruttolohn für alle bezahlten Stunden (also auch Urlaub und Feiertage), dazu die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft und Umlagen. Zusammen sind das schnell ein Viertel mehr als der Bruttolohn; die genauen Sätze stehen in deiner Lohnabrechnung.
Ein Beispiel: 20 Euro Stundenlohn mal 2.080 bezahlte Stunden sind 41.600 Euro brutto. Mit 25 Prozent Arbeitgeberkosten kommst du auf 52.000 Euro – die Zahl aus der Vorbelegung.
Der größte Hebel: die produktiven Stunden
Ändern sich nur die produktiven Stunden, ändert sich der Satz deutlich. Mit den übrigen Zahlen aus dem Beispiel:
Er rechnet mit einem Mitarbeiter. Hast du mehrere mit unterschiedlichen Löhnen, rechnest du mit den Durchschnittswerten oder für jede Lohngruppe einzeln.
Die Gemeinkosten musst du selbst aufteilen – am einfachsten alle Gemeinkosten des Jahres geteilt durch die Zahl der produktiven Mitarbeiter.
Er sagt dir, was deine Stunde kosten muss, nicht was der Markt zahlt.
Stundensatz einmal hinterlegen, Nachkalkulation inklusive
In HandwerkPapierlos hinterlegst du deinen Stundensatz im Leistungskatalog; er steht dann in jedem Angebot und jeder Rechnung. Mit der Zeiterfassung siehst du, wie viele Stunden ein Auftrag wirklich gekostet hat. 7 Tage gratis testen, ohne Kreditkarte.
Lohnkosten und Gemeinkosten je Mitarbeiter und Jahr zusammenzählen, durch die produktiven Stunden teilen und den Gewinnaufschlag dazurechnen. Im Beispiel: 71.500 € ÷ 1.300 h = 55 € Selbstkosten, mit 20 % Gewinn 66 € netto.
Wie viele produktive Stunden hat ein Handwerker im Jahr?
Das hängt vom Betrieb ab. Von rund 2.080 bezahlten Stunden bleiben nach Urlaub, Feiertagen, Krankheit und Nebenzeiten oft nur 1.200 bis 1.400. Deine Stundenzettel zeigen die echte Zahl.
Gehört der Bruttolohn in die Kalkulation?
Nein, die vollen Lohnkosten: Bruttolohn für alle bezahlten Stunden plus Arbeitgeberanteile, Berufsgenossenschaft und Umlagen. Mit dem reinen Bruttolohn rechnest du dich zu billig.
Wie hoch sollte der Gewinnaufschlag sein?
Eine feste Regel gibt es nicht. Ohne Aufschlag arbeitest du nur kostendeckend und hast keinen Puffer für Ausfälle und Investitionen. Im Beispiel sind es 20 Prozent.
Die Vorlagen und Rechner geben allgemeine, praktische Hilfestellung und sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Was für deinen Fall gilt, klärst du mit deinem Steuerberater oder deiner Handwerkskammer.